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Predigen - für andere? Für Gott ? Oder doch für mich?

Predigen ist eine ziemlich spannende und emotionale Sache.

Es hat viele Seiten: Man steht vor Menschen, man redet, über ein Thema was vielen wahrscheinlich fremd is, und man oder ich gibt immer einen Teil seiner Erfahrungen und Persönlichkeit weiter.

In erster Linie denke ich, gilt die Predigt den Zuhörern. Sie sollen was davon erfahren, was mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt hat und das vieler anderer Menschen. Und sie sollen merken, dass sie es auch betreffen will.

Dann ist es auch irgendwo etwas, womit ich Gott Danke sagen kann.

Letztens ist mir aber auch mal wieder klar geworden, wie stark mich auch meine eigene Predigt angesprochen hat. (Das soll keine Bewertung sein)

Es ging um das Thema, dass Gott nicht sagt: Ich mach dich platt, sondern: Ich hab was mit dir vor.

Während ich die Predigt hielt, fiel mir auf, dass genau das auch auf mich zutrifft.

Ich bin weder ein Heiliger, noch jemand, der alles richtig macht, ich glaub ich bau ziemlich viel mist von Zeit zu Zeit.

Und trotzdem darf ich vor Leuten predigen. Das is genau das: Wenn ich auf meine Fehler gucke, könnte Gott sagen: Ich mach dich platt. Soviel wie du täglich falsch machst. Aber er sagt: Ich hab was mit dir vor.

Das ganze klingt jetzt ziemlich fromm, aber es zeigt mir, dass es wichtig ist, im Leben das, was man andern mit auf den Weg geben will, auch selbst durchdenken soll. Und auch ruhig mal durchdenken soll: Würde das jemand zu mir sagen: Was würde ich antworten.

Was würdest du sagen, wenn jemand den Grund hätte zu sagen: Ich mach dich platt. Er aber sagt: Nein, das mach ich nicht, ich hab was mit dir vor, was gutes ... ?

15.3.08 00:03, kommentieren

Ferien. Frei haben. Raus kommen.

Seit heute mittag habe ich 2 Wochen Ferien.

Ein ungewohntes Gefühl, irgendwie hab ich das Gefühl, die letzten Ferien wären ewig her.

Die letzten längeren Ferien waren emotional ziemlich anstrengend.

Wie werden diese Ferien? Ich freu mich zumindest drauf. Ich hab ein paar Dinge vor, auf die ich mich echt freue.

Nach 5 Wochen ohne freien Tag (dafür aber mit coolen Erlebnissen) wird es echt mal wieder Zeit.

Ich hab total Bock, coole Gespräche zu erleben, kreativ rumspinnen zu können und einfach mal innnerlich etwas runterzukommen.

Was machst du eigentlich, um abschalten zu können?

15.3.08 00:10, kommentieren

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben

 Ich glaube, in dem Satz steckt was wares. Aber er wird oft falsch ausgelegt, um irgendwie "pseudo-verrückt" zu sein oder um etwas zu legitimieren, was nichts als "Dazugehören Wollen" ist, oder am nächsten Tag ne gute Story zu haben.

Mir selbst passiert es auch immer wieder, etwas als verrückt zu bezeichnen oder etwas angebliches "verrücktes" zu tun, was aber auch teilweise nur dazu da ist, Sympathien zu bekommen.

Ich glaube aber, dass das wahre Verrücktsein nichts ist, wo Menschen direkt mit Symphathie drauf reagieren.

Nein, ich denke, die Taten, bei denen die Leute erstmal denken: Warum in aller Welt macht er sowas ? Und erst später vllt bemerken, dass man durch dieses Handeln anderen Menschen etwas gegeben hat, ohne seine eigenen Interessen durchzusetzen.

Es gibt verrückt und verrückt.

Positiv verrückt, um daraus Gutes entstehen zu lassen, und Verrückt Sein, um anderen zu gefallen. Und noch 1000 andere Arten davon.

Der Eintrag soll kein philosophisches Ding werden, eigentlich nur ein kleiner bekloppter (nicht verrückter) Gedankenanstoß, mal auf sich zu gucken, wie man selbst das Wort "verrückt sein" mit Leben füllt.

 Und ich glaube, verrückte Menschen sind wichtig.

Sind wir nich alle ein bisl.....?

17.3.08 22:19, kommentieren

Wach auf...sag mir was du denkst..und ich schreibs in meinen Blog

Stell dir vor du wachst morgens auf (kennt jeder glaub ich)- Erinnerst du dich noch an deinen ersten Gedanken heute morgen ?

Leider kann ich mich nicht mehr an meine Gedanken heut morgen erinnern, aber da heut morgen ich durch ein Klopfen an meine Tür wach wurde, wahrscheinlich sowas wie: "Wer stört? Es ist doch noch mitten in der Nacht (10.03 Uhr in etwa)"

Aber das Gute ist, es gibt Menschen, die sich daran erinnern. Und die habe ich gefragt. Besser gesagt eine.

Erster Gedanke - ein Lied von Rosenstolz (ziemlich depri)

Zwischengedanke: "Gemeinschaft heisst: an Gott denken"

Zweites Lied: Du beschenkst.

 Das is echt interessant. Man wacht morgens auf, und der erste Gedanke verspricht nicht gerade, ein toller Tag zu werden.

Dann erinnert man sich bzw. wird daran erinnert an etwas, dass das ganze verändert. Den Grund zur Freude. Hat mich an eine Stelle in Psalm 16 erinnert:

Du hast meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast mir meinen Sack ausgezogen und mich mit Freude gegürtet, {auf daß dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Psalm 16,9

Ne coole Alltagsbegegnung mit Gott. Und irgendwie auch ein guter Start in den Morgen. Ich sollte mal früher schlafen gehen und morgens auch mal drauf achten, was in meinem Kopf (ausser der Frage was es zum Frühstück gibt) so los ist.

Danke an eine gewisse Person für diese Inspriration  Und das um diese späte Uhrzeit.

17.3.08 22:54, kommentieren

Blickrichtungen....

"Um das Herz und den Verstand eines Menschen zu verstehen, schaue nicht darauf, was er erreicht hat, sondern wonach er sich sehnt. "

 Unbequem und anstrengend. Man muss sich in Menschen hineinversetzen, mitfühlen, mitdenken, hinhören, da sein.

Aber genau das is das interessante. Es macht das Leben doch erst spannend.

Das ist schwieriger als in den Lebenslauf eines anderen zu schauen und die Erfolge zu zählen.

Für meine spätere Arbeit ist glaube genau das der Knackpunkt: aber genauso auch für jeden zwischenmenschlichen Kontakt:  

Sehnsüchte erkennen und diese zu stillen, statt nach Erreichtem zu Schauen. Den Blick nach vorne richten, mit nem Bewusstsein der Vergangenheit und ner Portion Gespür für den Augenblick.

Ein Mensch wird durch seine Vergangenheit und seine Gegenwart geprägt, aber irgendwo auch durch das, auf das er sich noch freuen darf.

Das macht das Leben interessanter, vielleicht auch anstrengender, aber miteinander nen Weg zu gehen und wiederum dabei selbst begleitet zu werden, is ne verdammt coole Sache.

Danke an alle, die bisher mit mir ein Stück Weg gegangen sind und mich immer wieder nach vorne haben blicken lassen, wenn mein Blick mal wieder nach hinten zu erstarren drohte (da bin ich manchmal echt gut drin)

 

1 Kommentar 19.3.08 00:50, kommentieren

Zwischen Thessalonich und Ephesus...

Irgendwo da hab ich heut in meinen Gedanken den Tag verbracht...Paulusbriefe lernen. Ein kleiner Abstecher nach Kolossä, wieder zurück nach Ephesus, dann nochmal zur vorbildlichen Gemeinde in Thessalonich...

Anstrengend, aber interessant.

1 Kommentar 19.3.08 01:09, kommentieren

Christen sieht man nicht wirklich an...

...das sie erlöst sind. Vielen zumindest.

Schau grad nebenbei nen OsterGoDi, in dem die Auferstehung "gefeiert" wird. Er geht jetzt fast 40 Minuten, und bisher habe ich noch keine wirkliche Freude beobachtet.

Hallo ? Man feiert, dass Jesus auferstanden is, dass er den Tod besiegt hat ! Und die Leute gucken, als wär's ne Beerdigung.

Wenn das kein Grund ist, etwas fröhlicher durch den Alltag zu gehen, und sich mal zu freuen über das, was damals (auch für uns, oder gerade für uns) geschehen ist, dann weiss ich es auch nicht mehr.

Vielleicht kennst du auch Christen. Wie wirken sie auf dich ? Ich hatte das Glück, Christen zu treffen, die das ganze beflügelt hat, die diese Freude ausgestrahlt haben. Das hat mich ziemlich beeindruckt.

Ich hoffe, dass mir das auch immer mehr gelingt, zumindest innerlich geht dabei in mir ne Menge vor und ich hoffe, dass man das immer mal wieder merkt.

 

 

22.3.08 22:43, kommentieren