Predigen - für andere? Für Gott ? Oder doch für mich?

Predigen ist eine ziemlich spannende und emotionale Sache.

Es hat viele Seiten: Man steht vor Menschen, man redet, über ein Thema was vielen wahrscheinlich fremd is, und man oder ich gibt immer einen Teil seiner Erfahrungen und Persönlichkeit weiter.

In erster Linie denke ich, gilt die Predigt den Zuhörern. Sie sollen was davon erfahren, was mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt hat und das vieler anderer Menschen. Und sie sollen merken, dass sie es auch betreffen will.

Dann ist es auch irgendwo etwas, womit ich Gott Danke sagen kann.

Letztens ist mir aber auch mal wieder klar geworden, wie stark mich auch meine eigene Predigt angesprochen hat. (Das soll keine Bewertung sein)

Es ging um das Thema, dass Gott nicht sagt: Ich mach dich platt, sondern: Ich hab was mit dir vor.

Während ich die Predigt hielt, fiel mir auf, dass genau das auch auf mich zutrifft.

Ich bin weder ein Heiliger, noch jemand, der alles richtig macht, ich glaub ich bau ziemlich viel mist von Zeit zu Zeit.

Und trotzdem darf ich vor Leuten predigen. Das is genau das: Wenn ich auf meine Fehler gucke, könnte Gott sagen: Ich mach dich platt. Soviel wie du täglich falsch machst. Aber er sagt: Ich hab was mit dir vor.

Das ganze klingt jetzt ziemlich fromm, aber es zeigt mir, dass es wichtig ist, im Leben das, was man andern mit auf den Weg geben will, auch selbst durchdenken soll. Und auch ruhig mal durchdenken soll: Würde das jemand zu mir sagen: Was würde ich antworten.

Was würdest du sagen, wenn jemand den Grund hätte zu sagen: Ich mach dich platt. Er aber sagt: Nein, das mach ich nicht, ich hab was mit dir vor, was gutes ... ?

15.3.08 00:03

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