"Glaube heisst nicht....

....Gott zu sehen, sondern zu wissen, dass er mich sieht."

Der Spruch (Sprüche sind was echt tolles, habe ich dank einer speziellen Person in den letzten 1 1/2 Monaten merken dürfen), den ich auf einer Karte fand, hat mich nachdenklich gemacht.

Gott zu sehen - Wer kann das schon ? Zumindest nicht live und in Farbe, aber auch nicht schwarz weiss, nichtmal in grauem Schneegestöber, wie wenn der Fernseher mal wieder spinnt.

Gott zu sehen ist glaub ich ne überdimensionale Herausforderung für uns Menschen. Daran kann man verzweifeln. Viele Menschen scheitern daran oder geben auf, was ich sogar nachvollziehen kann.

 "sondern zu wissen, dass er mich sieht" - Gott sieht mich. Ich muss nicht verwirrt rumirren und suchen und nicht finden. Ich bin gefunden. Und das ist der Knackpunkt für mich: Gott hat sich entschieden, auf mein Leben zu gucken, mich nicht ausser Acht zu lassen. Er lässt sich auf mich ein.

Wenn ich mich daran klammer, dass er mich sieht, ist es zwar immer noch ziemlich abstrakt, aber einfacher - und es ist befreiend nicht aus eigener Kraft Gott finden zu müssen.

Glaube heisst nicht....

..... heisst also, ich muss nicht durch das was ich tue, etwas erkämpfen, ich muss nicht was suchen was mir schwer fällt zu finden, denn ich finde es durch die Entdeckung, schon bereits gefunden worden zu sein.

Nicht sehen heisst aber auch nicht, dass wir ihn nicht bemerken können, in kleinen Dingen entdecken, durch Menschen handeln sehn, im Vertrauen anderer, in der Liebe anderer Menschen, sogar in einem kleinen Stern, der draussen vor dem Fenster sichtbar ist und blinkt.

9.9.08 19:31

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